Voraussetzungen für E-Kennzeichen

Wer ein Elektroauto fährt, kann ein Kennzeichen mit „E“ beantragen und viele Vorteile nutzen. Hier erfährst du, welche Voraussetzungen dein Fahrzeug erfüllen muss, wie du an ein E-Kennzeichen kommst und welche Privilegien es mit sich bringt.

Das Wichtigste zum E-Kennzeichen auf einen Blick

Das E am Ende des Kennzeichens markiert Elektroautos und – unter bestimmen Voraussetzungen - auch Hybridfahrzeuge.
Du kannst E-Kennzeichen bei der Zulassungsstelle beantragen. Die Gebühr beträgt circa 30 Euro.
Elektro- bzw. Hybridkennzeichen sind keine Pflicht aber mit Vorteilen verbunden. Zum Beispiel darfst du in vielen Städten die Busspur nutzen und kannst günstiger bzw. gratis parken.

Diese Voraussetzungen gelten für E-Kennzeichen

Die Voraussetzungen für E-Kennzeichen sind im Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) festgeschrieben. Folgende Fahrzeugtypen werden gemäß §2 EmoG als Elektrofahrzeuge definiert:

  • reine Batterie-Elektrofahrzeuge
  • Brennstoffzellenfahrzeuge
  • von außen aufladbare Plugin-Hybridfahrzeuge

Für Hybridfahrzeuge gelten zudem folgende Bedingungen:

  • sie stoßen maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer aus
  • oder sie können eine Strecke von mindestens 40 Kilometern rein elektrisch zurücklegen

Um E-Kennzeichen beantragen zu können, musst du diese Voraussetzungen nachweisen können. Das ist in der Regel mit dem Produktdatenblatt des Herstellers möglich.

Vorteile von E-Kennzeichen

Städte und Gemeinden dürfen Privilegien für Fahrzeuge mit E-Kennzeichen festlegen. Da die Regelungen von Ort zu Ort unterschiedlich sind, solltest du dich im Vorfeld erkundigen. Viele Kommunen bieten diese Vorteile für E-Kennzeichen:

  • Sonderspuren nutzen wie die Bus- und Taxispur
  • Kostenloses Aufladen an öffentlichen Ladesäulen
  • Günstiger oder sogar gratis parken auf öffentlichen Parkplätzen
  • Ausnahmen bei Zufahrtbeschränkungen oder Durchfahrtverboten

Unabhängig vom Kennzeichen profitierst du mit einem Elektro- oder Hybrid-Fahrzeug von weiteren Vorteilen:

  • Zuschuss beim Kauf: Die Bundesregierung fördert den Kauf von Elektroautos mit 9.000 Euro und von Plug-In-Hybriden mit 6.750 Euro.
  • Keine Kfz-Steuer: Für ein reines Elektroauto musst du zehn Jahre lang keine Kfz-Steuer zahlen. Das gilt auch nach einem Halterwechsel, also wenn du ein gebrauchtes E-Auto kaufst.
  • Weitere Steuervorteile: Elektroautos als Dienstwagen werden bei privater Nutzung nur mit 0,25 Prozent besteuert, bei Plugin-Hybriden sind es 0,5 Prozent.

Elektrokennzeichen beantragen: So funktioniert’s

E-Kennzeichen kannst du bei oder auch nach der Zulassung deines Elektro- oder Hybridfahrzeugs beantragen. Vereinbare dafür einen Termin bei der Zulassungsstelle und bringe folgende Unterlagen mit:

  • bisherige Kennzeichen
  • Bestätigung über bestandenen TÜV
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
  • Elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer)
  • Zulassungsbescheinigung I und II (Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief)
  • Nachweis, dass dein Fahrzeug alle Voraussetzungen laut EmoG erfüllt (Herstellerdatenblatt)

Die Zulassungsbehörde teilt dir bei der Zulassung eine Kennzeichennummer zu. Wenn du ein Wunschkennzeichen möchtest, kannst du es gegen einen Aufpreis von 10,29 Euro beantragen und für 2,60 Euro reservieren. Sobald dein persönliches Kürzel feststeht, kannst du deine E-Kennzeichen bestellen und anschließend siegeln lassen.

Umweltfreundliche E-Kennzeichen aus Hightech-Kunststoff

Zu umweltfreundlichen Elektro- und Hybridfahrzeuge passen unseren innovativen 3D E-Kennzeichen. Bei ihrer Produktion werden circa 75 Prozent weniger CO2 ausgestoßen. Zudem sind die Nummernschilder aus Hightech-Kunststoff extrem robust und langlebig. Werden sie nicht mehr gebraucht, können sie problemlos wiederverwertet werden.

Häufige Fragen zu E-Kennzeichen

Welche Vorteile hat ein E-Kennzeichen?

Mit E-Kennzeichen darfst du in vielen Städten zum Beispiel gratis parken, Bus- und Taxispuren nutzen oder dein Fahrzeug an öffentlichen Ladesäulen kostenlos aufladen.

Erhalten auch Hybride ein E-Kennzeichen?

Ja. Wenn dein Hybrid maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt oder mindestens 40 Kilometer rein elektrisch zurücklegen kann, erfüllt er die Voraussetzung für E-Kennzeichen.

Ist ein E-Kennzeichen Pflicht für Elektroautos?

Nein, E-Kennzeichen sind freiwillig. In vielen Städten sind sie mit einer Reihe an Privilegien verbunden.

Wie lange gelten E-Kennzeichen?

Einmal erteilt, musst du die Zulassung deiner E-Kennzeichen nicht mehr verlängern. Sie gelten so lange, wie du dein Elektro- oder Hybridfahrzeug fährst.

Wie viel kostet die Beantragung eines E-Kennzeichens?

Die Zulassungsgebühr für E-Kennzeichen liegt bei circa 30 Euro. Hinzu kommen ggf. knapp 13 Euro für ein Wunschkennzeichen und die Kosten für das E-Kennzeichen selbst. Tipp: Bei einer Online-Bestellung erhältst du Nummernschilder meist deutlich günstiger als in den Schildershops rund um die Zulassungsstellen.

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