Diese Änderungen erwarten Dich 2021

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Darauf musst Du Dich als Motorrad- und Autofahrer einstellen

Das Jahr 2020 brachte aufgrund neuer Umweltregelungen und deutlicher Änderungen in der Straßenverkehrsordnung so viele Neuerungen wie selten zuvor. Aber auch im Jahr 2021 musst Du mit neuen Gegebenheiten zurechtkommen, die unter anderem viel mit den angepassten Umweltstandards der EU und damit auch dem deutschen Recht zu tun haben.

Wir geben Dir einen Überblick zu allen relevanten News, die Du vorab schon wissen solltest. Wir raten Dir außerdem, Dich noch weiter zu informieren, wenn Du von bestimmten Änderungen wie der Neueinstufung Deiner Fahrzeugklasse betroffen bist. Vieles wird strenger, aber manche Vorteile wie die Elektrokaufprämie bleiben erhalten. Diese wurde als Innovationsprämie 2020 für elektrifizierte Fahrzeuge wie E-Autos und Hybride eingeführt – der Gesetzgeber möchte die Anreize für die Anschaffung solcher Fahrzeuge weiter hochhalten.

CO2-Vorgaben, Öko-Label, Euro 5 und Steuern

Der ein oder andere Hammer wartet schon auf die Autowelt und für die Branche heißt es: umdenken! Wir gehen später noch auf wirtschaftliche Veränderungen ein, zunächst einmal stellt die Europäische Union die Weichen. So wird in der EU-Verordnung 433/2009 festgelegt, dass Neuwagen ab 2021 nicht mehr als rund 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstoßen dürfen. Das sind umgerechnet rund 4,1 Liter Benzin oder 3,6 Liter Diesel im Verbrauch.

Der Durchschnittswert von 95 Gramm Kohlenstoffdioxid je Kilometer gilt jedoch nicht für den einzelnen Pkw. Kritiker bemängeln bereits, dass der Wert nicht bereits 2020 konsequent eingehalten werden musste und nicht für alle, sondern nur etwa 95 Prozent der Neuwagen galt. Noch ärgerlicher sind Umweltverbände darüber, dass dieser Grenzwert als Durchschnitt für die hergestellte Flotte eines Autobauers gilt. Was bedeutet das? Ein einzelner Pkw kann sehr wohl wesentlich mehr Schadstoffe ausstoßen, aber diese negativen Werte lassen sich durch Fahrzeuge mit umweltfreundlichem Antrieb ausgleichen.

Genau diese neuen Regelungen wirken sich nun auch direkt auf die Kfz-Steuer in Deutschland aus. Wenn Du einen Wagen kaufst, der unter 95 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt, sparst Du rund 30 Euro im neuen Jahr. Teuer wird es vor allem für Autos mit einem Verbrauch von mehr als 115 Gramm CO2 je Kilometer. Diese Regelungen sind für Neuwagen gültig und sollen die Anschaffung verbrauchsärmerer Modelle fördern.

Hast Du schon vom Öko-Label für Autos gehört? Wenn nicht, dann wird das vermutlich mit der handwerklich schlechten Umsetzung der Vorgaben zu tun haben. Es gibt solch ein Label schon seit 2011 und es ähnelt den grünen, gelben oder roten Anzeigen an Haushaltselektrogeräten. Die Skala reicht von A+ bis G und soll sehr anfällig für Manipulationen sein – von Etikettenschwindel im wahrsten Sinne des Wortes war die Rede. Das Label soll 2021 in überarbeiteter Form in Kraft treten. Der Streit zwischen Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium ist noch im Gange. Einige der Berechnungsgrundlagen stehen in der Kritik, da der CO2-Ausstoß unter anderem mit dem Fahrzeuggewicht ins Verhältnis gesetzt wird. Solcherlei Zahlenspiele haben jedoch nicht immer etwas mit der tatsächlichen Belastung der Umwelt durch ein Fahrzeug zu tun.

Wenn Du begeisterter Biker bist und dachtest, Du kommst ungeschoren davon – falsch gedacht. Ab dem 1. Januar 2021 gilt für alle Neuzulassungen inklusive 125er die Abgasnorm 5. Immerhin, Dein aktuelles Motorrad ist davon nicht betroffen. Allerdings sind Fahrer neuerer Modelle mit recht großen Änderungen konfrontiert, da die neue Norm im Vergleich zur Euro Norm 4 aus dem Jahr 2016 um etwa ein Drittel strenger ist. Für ein neues Motorrad lohnt sich jedoch in jedem Fall die Anschaffung eines besonders edlen Nummernschilds. Schau Dich doch mal bei uns nach einem 3D-Motorradkennzeichen um!

Kennzeichen Verlustmeldung bei der Polizei

Neue Typklassen und Plaketten

Der Gesamtverband der deutschen Versicherer (GDV) prüft jedes Jahr die Einordnung der Typenklassen anhand etlicher Parameter, um das Schadensrisiko einzuschätzen. Für die allermeisten Autofahrer (36 Millionen) ändert sich nichts und sie verbleiben in der aktuellen Klasse. Weitere 11 Millionen müssen mit einer Änderung rechnen, wobei ganze 6,1 Millionen höher eingestuft werden und somit höhere Versicherungsbeiträge zu befürchten haben. Währenddessen werden 4,9 Millionen niedriger eingestuft und es ergeben sich daraus sogar finanzielle Vorteile. Die Differenzen bei einer Hochstufung können mehrere Hundert Euro betragen – informiere Dich bitte genau über alle Möglichkeiten und ob sich bei einer Erhöhung nicht vielleicht sogar der Wechsel Deiner Versicherung lohnt.

Alle Autofahrer mit gelber Prüfplakette aufgepasst! Im Jahr 2021 geht es zur Haupt- und Abgasuntersuchung. Bei DEKRA und Co. wird wieder geprüft und gemessen, beleuchtet und kritisch jedes Detail Deines Fahrzeugs unter die Lupe genommen. Nach erfolgreicher Durchsicht wirst Du bis zum Jahr 2023 diesmal mit einer rosa Plakette belohnt.

Das erwartet die Automobilwirtschaft im Jahr 2021

Für die Automobilbranche waren die letzten Jahre nicht leicht. Die Entwicklungen setzen sich auch die nächste Zeit fort. Nach dem Abgasskandal will der Gesetzgeber Klarheit und eine der neuen Maßnahmen ist eine automatisierte Verbrauchsmessung. Alle Autohersteller sind verpflichtet, die exakten Verbrauchswerte Ihrer Autos an die EU zu übermitteln. In neu zugelassenen Pkws müssen dazu sogenannte On-Board Fuel Consumption Meter (OBFCM) eingebaut werden. Die Sammlung der Daten und ein genauer Abgleich sollen bis 2026 vollzogen werden.

Eine weitere Belastung ist die erneut angehobene Mehrwertsteuer. Der wegen Corona gesenkte Satz verliert Ende 2020 seine Gültigkeit und die Hersteller werden die höheren Kosten vermutlich wieder an ihre Kunden weitergeben. Der Umweltbonus bleibt jedoch bis mindestens Ende 2021 erhalten und bei der Mehrwertsteuer sind auch noch nicht alle Regeln in Zement gegossen. Je nach Lageänderung könnte die Politik hier nachjustieren.

Für die Beschäftigten in der Automobilbranche – insbesondere in Brandenburg – bringt das Jahr 2021 viele Veränderungen. Obwohl aufgrund der wirtschaftlich schweren Lage viele Autohersteller und deren Zulieferer angespannt sind, gibt das neue Tesla-Werk in Grünheide Hoffnung. Die „Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg“ soll ein Motor in Richtung Zukunft sein und rund 12.000 Arbeitsplätze schaffen. Der Bund ist hierbei wohlwollend und fördert das große Projekt. Aber auch in Bezug auf den Straßenbau gibt es 2021 Neuerungen, die mit Bundesbefugnissen zu tun haben. Die Planung, der Bau und der Betrieb von Autobahnen sind nicht mehr Ländersache, sondern fallen komplett in die Hand des Bundes, um das Bundesfernstraßennetz effizienter zu gestalten. Dazu wurde eigens eine Infrastruktur-GmbH gegründet. Es bleibt zu hoffen, dass sich diese Maßnahme positiv auf den Ausbau sinnvoller neuer Strecken, die Instandsetzung maroder Straßen und das Baustellenmanagement während der Ferienmonate auswirken.

Zu guter Letzt noch eine Neuerung im Bereich Pendlerpauschale. Sie erhöht sich nächstes Jahr für Arbeitnehmer ab dem 21. Kilometer auf 35 Cent pro Kilometer. Für Strecken bis 20 Kilometer gelten weiterhin 30 Cent pro Kilometer, die als Werbungskosten abgesetzt werden dürfen. Der Betrag erhöht sich 2024 bis 2026 sogar auf 38 Cent je Kilometer. Wer keine Lohn- und Einkommenssteuer zahlt, darf zukünftig für eine Fahrt (Hinfahrt) eine Mobilitätsprämie beantragen.

Wir hoffen, Du hast jetzt einen guten Überblick zu den wichtigsten Neuerungen im kommenden Jahr erhalten. In unserem Kennzeichenheld-Magazin widmen wir uns regelmäßig großen und kleinen Themen rund um die Auto- und Tuningwelt. Schau gern wieder bei uns vorbei!

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